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SAP® MaxDB®

Lebensverlängernde Maßnahmen für Adabas D-Anwendungen

Adabas D, das RDBMS der Software AG, und SAP MaxDB haben gemeinsame Wurzeln. Erst nachdem die SAP AG 1997 die Produktrechte erworben und einen Großteil des ursprünglichen Entwicklerteams übernommen hatte, lief die Entwicklung auseinander. Da die Software AG das Produkt Adabas D heute nicht mehr anbietet und auch nicht mehr aktiv wartet, kann die – in der Regel unaufwändige – Migration zu SAP MaxDB den Lebenszyklus von Anwendungen deutlich verlängern.

Die Ursprünge der gemeinsamen Entwicklungslinie reichen weit zurück. Ende der 1970er Jahre – etwa zu derselben Zeit, als in Kalifornien die ersten Prototypen relationaler Datenbanksysteme konzipiert werden, namentlich Berkeley Ingres und IBM System R – wird an der TU Berlin in Zusammenarbeit mit der Nixdorf Computer AG das Datenbanksystem RDS entwickelt (später DDB/4). Nach der Übernahme von Nixdorf durch Siemens wird DDB/4 ab 1990 an die Software AG lizen­ziert, die das DBMS unter dem Namen Adabas D vermarktet. 1992 geben die Software AG und die SAP AG eine Kooperation bekannt, die zum Ziel hat, Kunden des SAP-Anwendungssystems R/3 Adabas D als kosteneffiziente Datenbankalternative zur Verfügung zu stellen. 1994 erwirbt die Software AG die Produktrechte von der Siemens Nixdorf Informationssysteme AG. Im selben Jahr wird Adabas D für die Datenhaltung der SAP ERP-Software zertifiziert. 1997 erwirbt die SAP AG die Produktrechte von der Software AG und übernimmt einen Teil des Entwicklungsteams. Sie vermarktet das Produkt fortan unter dem Namen SAP DB (später MaxDB, dann SAP MaxDB). Seit diesem Zeitpunkt laufen die Entwicklungslinien auseinander. Da SAP „ihr“ Datenbankmanagementsystem, das mittlerweile bei einigen Tausend R/3-Installationen zum Einsatz kommt, ständig weiterentwickelt, nehmen Funktionsumfang und Leistungsfähigkeit im Laufe der Jahre gegenüber Adabas D deutlich zu.

Adabas D-Anwendern, die ihre bestehenden Anwendungslösungen nicht beerdigen, sondern ihnen durch den Austausch der Datenbankplattform neues Leben einhauchen wollen, bietet sich mit MaxDB eine interessante Migrationsoption. Denn zum einen macht die Verwandtschaft beider Systeme – trotz der signifikanten Unterschiede – eine Migration zu MaxDB einfacher als zu anderen Datenbanksystemen, und zum anderen gibt es keine kostengünstigere Datenbankoption.

SQL-Erweiterungen als Herausforderung

Die Unterschiede in der SQL-Syntax beider Systeme betreffen vor allem die Standardkonformität. Während der SQL-Befehlsumfang von SAP MaxDB konform zu ANSI/ISO SQL-92 (entry level) ist, enthält Adabas D einige nicht-konforme SQL-Erweiterungen. Ein Beispiel hierfür sind positions­bezogene SQL-Befehle wie SELECT FIRST. Für die Analyse und Dokumentation dieser Differenzen hat Infolytics geeignete Werkzeuge entwickelt. Das Ergebnis ist eine Gegenüberstellung des SQL-Sprach­umfangs beider Systeme, aus der sich ablesen lässt, welche Befehle in beiden Systemen identisch sind, welche sich unterscheiden oder spezifisch für eines der Systeme sind. In Migrations­projekten dient dieses Werkzeug der Analyse des Quellcodes der bestehenden Adabas D-Anwendung und der Bereitstellung einer dokumentierten Ausgangsbasis.

In der Praxis kann es vorkommen, dass nur minimale Anpassungen erforderlich sind, um eine Anwendung auf Basis von MaxDB weiter betreiben zu können; insbesondere dann, wenn auf die Verwendung der Adabas D-spezifischen SQL-Erweiterungen verzichtet wurde. In anderen Fällen können umfangreiche Anpassungen notwendig sein. Sie können einzelne SQL-Befehle betreffen und/oder die SQL-Struktur der kompletten Anwendung. Wie gesagt: Für alle Fälle verfügt Infolytics über geeignete Werkzeuge zur Analyse sowie für die Migration zu MaxDB.

In Sachen Datenbankadministation hat sich bei MaxDB gegenüber Adabas D nicht viel geändert. Der Adabas D-Anwender findet folglich seine vertraute Umgebung vor. Lediglich die Administrations­werk­zeuge sind nicht mehr vergleichbar. Ihre Benutzung lässt sich in unseren Schulungen aber schnell erlernen.

Leistungsangebot für Migrationsprojekte

  • Analyse der bestehenden Adabas D-Anwendung und Ermittlung des Migrationsaufwandes
  • Helpdesk-Unterstützung für bestehende Adabas D-Anwendungen
  • Einführung in MaxDB: Schulung aller wesentlichen Werkzeuge
  • Inspektion und Optimierung der bestehenden Umgebung
  • Datenmigration: Extraktionsprozeduren und Importfunktionen
  • Bereitstellung von Werkzeugen zur automatisierten SQL-Konvertierung (projektspezifisch)